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Umgang mit Verlusten

Trading ist ein hartes Geschäft. Der Schlüssel zum Erfolg liegt zum großen Teil im Umgang mit Verlusten und zwar sowohl mit realisierten Verlusten, also ausgestoppten Trades und Papierverlusten, sprich laufenden Trades, die (vorübergehend) im Minus sind.

Unglücklich ausgestoppt worden…

Im Umgang mit Verlusten liegt der Schlüseel zum Erfolg beim Forex Trading

Bei ausgestoppten Trades gibt es bei vielen Tradern die Tendenz zur selektiven Wahrnehmung. “Ich bin unglücklich ausgestoppt worden”, heißt es dann immer wieder. Sicher wird es immer mal vorkommen, dass man ausgestoppt wird und der Kurs kurze Zeit später wieder in die andere Richtung läuft. Beim größeren Teil der ausgestoppten Trades ist es aber so, dass der Stopp nicht nur gerade so eben “gefischt” wurde, sondern man im Nachhinein heilfroh sein kann, draußen zu sein und seinen Verlust begrenzt zu haben.

“Zum Geld verlieren bin ich zu geizig”

Wer sich nun in dieses “unglücklich ausgestoppt werden” reinsteigert, könnte auf die Idee kommen, ohne Stopp-Loss zu traden… Ein Bekannter von mir formulierte so schön: “Ich trade ohne Stopps, denn zum Geld verlieren bin ich zu geizig.” Wenige Monate später war sein Konto platt. So ergeht es früher oder später jedem, der ohne Stopps tradet und nicht bereit ist, den Umgang mit Verlusten zu erlernen.

“Stopps haben mich bislang nur Geld gekostet” ist ein weiterer Satz, der oft zu hören ist. Wer so etwas sagt, hat den Zweck von Stopps nicht begriffen. Ein Stopp-Loss dient dazu, den Verlust, das maximale Risiko, dass ich als Trader bereit bin, einzugehen, zu begrenzen. Ein Stopp kann mich nicht grundsätzlich vor Verlusten schützen.

Im Umgang mit Verlusten liegt der Schlüssel zum Erfolg

Mein Verlustrisiko in x % vom Konto = 1R lege ich fest, bevor ich einen Trade eröffne. Werde ich ausgestoppt, habe ich im schlimmsten Fall 1R verloren. Unter welchen “Umständen” ich ausgestoppt worden bin, ist im Nachhinein egal.

Falls Ihnen das Konzept von R und R-Vielfachen nicht geläufig ist, schauen Sie sich unbedingt dieses (englischsprachige) Video von Van Tharp an!

So gut wie jeder Trade, den ich eingehe, ist zumindest für eine gewisse Zeit im Minus. Zunächst mal starte ich ja immer mit einem kleinen Verlust durch den Spread. Dass der Kurs sofort wie an der Schnur gezogen in meine Richtung läuft, ist die Ausnahme. Viele Trader haben den Drang, den Stopp so schnell wie möglich auf breakeven nachzuziehen, was emotional absolut verständlich ist. Mir ging es lange Zeit auch so, bis ich festgestellt habe, dass ich mir langfristig keinen Gefallen damit tue.

Stopps nicht vorschnell auf breakeven nachziehen

Bei Bilderbuch-Trades, die schnell und stabil ins Plus laufen, kann ich mir mit dem Stopp nachziehen sowieso Zeit lassen, bei den anderen Trades wird es in einigen Fällen so sein, dass ich breakeven ausgestoppt werde und in der Rückschau feststelle, dass aus dem Trade ein – vielleicht sogar großer – Gewinner geworden wäre, wenn ich länger im Risiko geblieben wäre. Nicht nur der Umgang mit Verlusten will also gelernt sein, sondern auch, es auszuhalten, eine gewisse Zeit mit einem Trade im Risiko zu bleiben.

Ergo: Mein Risiko habe ich durch den Initial-Stopp bereits auf 1R begrenzt, wenn der Trade eröffnet wird. Da mein Gewinn-Potenzial grundsätzlich ein Mehrfaches von R beträgt, macht es keinen Sinn, den Stopp vorschnell nachzuziehen, da ich mich dadurch langfristig um viele Gewinn-Trades bringe.

Eine einfache Lösung, um den Umgang mit Verlusten zu trainieren: Stellen Sie für sich ein klares Regelwerk auf, wann und wohin Sie Ihre Stopps nachziehen und halten Sie sich immer und ohne Ausnahme daran – so einfach ist das!

Magier der Märkte II – Buchtipp!

Auch der zweite Band der Buchreihe “Magier der Märkte” (Market Wizards) von Jack Schwager steckt voller nützlicher Ideen fürs Trading. Aus jedem einzelnen Interview konnte ich für mich interessante Denkanstöße ziehen, so unterschiedlich die Methoden der einzelnen Trader auch sind.

Disziplin, Risikokontrolle, passende Methode

Drei Dinge, die bei allen Interviewten auftauchen, sind Disziplin und Risikokontrolle sowie die Erkenntnis, dass jeder Trader eine für sich persönlich passende Methode finden bzw. entwickeln muss (und diese Entwicklung kann Jahre dauern, nicht nur deshalb braucht ein Trader auch Geduld).

Magier der Märkte 2Umgang mit Gewinnen und Verlusten

Sehr interessant fand ich die Aussage “Amateure gehen an großen Verlusten pleite, Profis an kleinen Gewinnen”. Womit wir wieder bei der bekannten Börsenweisheit “Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen” wären. Wer die erste Satzhälfte nicht kapiert und konsequent umsetzt, hat überhaupt keine Chance, das ist klar. Die große Herausforderung ist das Gewinne laufen lassen bzw. ich würde es umformulieren in “Gewinne sinnvoll laufen lassen und realisieren”. Dieser Part ist für mich ein Stück weit Kunst und natürlich gehört auch viel Disziplin und Geduld dazu.

Konkrete Systeme oder Methoden sind auch in Magier der Märkte II nicht enthalten. Warum sollte ein Trader, der Millionen gemacht hat, auch so doof sein und seine Techniken preisgeben? Trotzdem sind die Interview-Inhalte absolut hochkarätig, da sie einen Haufen Praxiswissen und Erfahrungen von echten Tradern, die seit vielen Jahren erfolgreich sind, wiedergeben. Außerdem ist es für mich Inspiration pur, zu sehen, dass es eine ganze Reihe Trader gibt, die es geschaftt haben, aus einem kleinen Startkapital Millionen zu machen.

Das Buch Magier der Märkte II gehört für mich zu den besten Büchern für jemanden, der sich ernsthaft mit dem Thema Trading beschäftigt. Das Buch ist keine Gute-Nacht-Lektüre, sondern sollte in aller Ruhe – am besten mit Notizzettel und Stift – konzentriert durchgearbeitet werden. Außerdem kann man im Laufe seines Traderlebens die Magier der Märkte immer mal wieder als Nachschlagewerk nutzen. Strong buy!

Wall Street Warriors Season 1

Wall Street Warriors ist eine sehr unterhaltsame und interessante Doku-/Reality-TV-Reihe über das Handeln diverser Personen rund um die Wall Street. Die erste Staffel aus dem Jahr 2006 besteht aus 6 Folgen à 30 Minuten, in denen folgende Personen auftauchen:

Die 7 Wall Street Warriors

Timothy Sykes (“The Start-up”), Alex Gerchik (“The Day Trader”), Sandra Navidi (“The Deal Maker”), Parker Quillen (“The Portfolio Manager”), Jill DiLosa (“The Analyst”), Guy De Chimay (“The Fund Manager”) und Bob Nunn (“The Specialist”).

von 2006 bis heute…

Durchaus interessant ist, mal die eine oder andere Person zu recherchieren, um zu sehen, wie sie sich seit 2006 geschlagen hat. Zwei Wall Street Warriors sind nach wie vor im Spiel:

Sandra Navidi zum Beispiel ist bis heute sehr erfolgreich als CEO ihres eigenen Consulting-Unternehmens Beyond Global. Timothy Sykes bringt heute anderen bei, erfolgreich zu traden. Bei einigen anderen war mit der Finanzkrise auch die Karriere als Wall Street Warrior vorbei…

Genug der Vorrede – hier nun alle 6 Episoden der ersten Staffel Wall Street Warriors.
Viel Spaß beim Anschauen!

Episode 1 “Capitalism Rules”

Episode 2 “Closing the Deal”

Episode 3 “From Robes To Riches”

Episode 4 “Work Hard, Play Harder”

Episode 5 “Written in the Stars”

Episode 6 “Size Does Matter”