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Mindesteinzahlung Forex-Trading

Wieviel Kapital Sie zum Start auf Ihr Trading-Konto einzahlen müssen, kann sich von Broker zu Broker stark unterscheiden. Bei einigen Forex-Brokern gibt es gar keine Mindesteinzahlung, d.h. rein theoretisch könnten Sie mit einem €uro anfangen zu traden. Bei anderen Anbietern liegt die Mindesteinzahlung im dreistelligen Bereich, oft zwischen 100 und 250 €. Nur wenige Broker verlangen einen vierstelligen Betrag als Mindesteinzahlung. Schauen Sie sich hierzu gerne meine Seite Brokervergleich an.

Mindesteinzahlung aus der Brokerperspektive

Mindesteinzahlung Forex Trading Broker FXCM CMC IG anyoption

Jeder Broker möchte natürlich so viele neue Kunden wie möglich gewinnen. Da die Mindesteinzahlung eine potenzielle Hürde bei der Entscheidung für oder gegen einen Broker ist, halten viele Anbieter diesen Betrag so niedrig wie möglich. Aus Marketing-Perspektive ist eine niedrige Mindesteinzahlung absolut sinnvoll und aus Brokersicht nachvollziehbar.

Mindesteinzahlung aus der Perspektive des Traders

Wie sinnvoll ist aber eine niedrige Mindesteinzahlung aus der Perspektive des Traders? Als niedrige Mindesteinzahlung definiere ich der Einfachheit halber einen Betrag unter 1000 €. Wenn Sie mit einem dreistelligen Betrag starten wollen, sollten Sie zwingend darauf achten, dass Sie bei Ihrem Broker Micro-Lots (0,01 Lots / 1000er-Einheiten) handeln können, denn ansonsten können Sie mit Ihrem kleinen Konto Ihr Risiko nicht vernünftig managen.

Grenzen des Risikomanagement bei kleinen Konten

Und damit sind wir beim entscheidenden Thema: Wenn Sie ein konsequentes Risikomanagement mit Ihrem (kleinen) Konto praktizieren wollen (was ich Ihnen dringend empfehle, wenn Sie eine Chance haben wollen), d.h. pro Trade maximal 2 % Ihres Kontos riskieren, werden Sie naturgemäß irgendwann an Grenzen stoßen. Dazu ein paar Beispiele:

  1. Kontogröße 100 €; 2 % Risiko = 2 €
  2. Kontogröße 300 €; 2 % Risiko = 6 €
  3. Kontogröße 500 €; 2 % Risiko = 10 €

Selbst wenn Sie mit der kleinsten Positionsgröße von 0,01 Lots unterwegs sind, wird es – je nach Methode – sehr schwierig sein, maximal 2 € pro Trade zu riskieren. Auch ein Risiko von 6 € pro Trade ist schon eine Herausforderung, zumal Sie bei jedem Trade Spread, Swap und Slippage einkalkulieren müssen. Ergo: Meiner Meinung nach kann man als Faustregel ab einem Mindestrisiko von 10 € pro Trade halbwegs vernünftig handeln und sein Risiko managen. Ausgehend von einem maximalen Risiko von 2 % pro Trade würde dies bedeuten, dass die Mindesteinzahlung 500 € betragen sollte.

500 € Mindesteinzahlung?

Aus zwei Gründen empfehle ich aber eine höhere Mindesteinzahlung:

  1. 2 % Risiko pro Trade sind – besonders für Einsteiger – schon sehr viel. Sinvoller ist es, zunächst mit 1 % Risiko pro Trade zu arbeiten.
  2. Sie werden voraussichtlich zumindest eine gewisse Zeit lang mehr verlieren als gewinnen, d.h. Ihr Kontostand verringert sich. Wenn Sie also mit einem Kontostand, der gerade so eben ein sinnvolles Riskmanagement ermöglicht, gestartet sind, kann es gut sein, dass Sie dies aufgrund von Verlusten bereits nach einigen Tagen oder Wochen nicht mehr anwenden können.

1000 € Mindesteinzahlung!

Lange Rede, kurzer Sinn: Mit weniger als 1000 € würde ich als Einsteiger nicht mit dem Trading beginnen. Und rechnen Sie ruhig damit, diese 1000 € zu verlieren. Wenn nicht, umso besser. Viel Erfolg!

Flash Boys

High Frequency Trading (HFT) ist eine Trading-Variante, die es erst seit etwa 10 Jahren gibt. Die Akteure versuchen dabei, mit High-Speed-Rechnern, die meist in direkter Nachbarschaft zur Flash BoysBörse stehen und speziellen Trading-Algorithmen mit unzähligen Trades innerhalb von Sekundenbruchteilen Kapital aus den Märkten zu ziehen.

Dass dabei nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht, wird schon seit einiger Zeit vermutet. Der amerikanische Autor Michael Lewis hat gerade ein Buch zu dem Thema veröffentlicht: Flash Boys. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, kenne aber seine beiden Bücher Wall Street Poker und The Big Short, die beide sehr gut sind. Bei Amazon ist der Titel bereits vor dem deutschen Erscheinungstermin (10.04.14) auf Platz 1 im Bereich Wirtschaft.

Flash Boys und HFT auf CNBC

Die perfekte Werbe-Plattform für Flash Boys hatte Michael Lewis vor einigen Tagen bei CNBC im Rahmen einer Diskussion zum Thema HFT. Endlich mal kein langweiliges gescriptetes Interview, sondern echte Emotionen im TV – das gibt es heutzutage viel zu selten. Sehen Sie selbst:

Wenn man allein die Intensität der Diskussion betrachtet, kann man davon ausgehen, dass an den Vorwürfen, beim High Frequency Trading ginge nicht immer alles mit rechten Dingen zu, etwas dran ist. Nicht vergessen darf man auch die persönlichen Interessen der Protagonisten: Die Broker brauchen Kunden, die ihnen vertrauen, der Buchautor braucht Käufer, die TV-Talker wollen Quote machen…

Mir selbst fehlt das Know-how, um mir eine wirklich belastbare Meinung zum Thema Flash Boys und HFT bilden zu können. Ich bin mir aber sicher, dass es einen sinnvollen Weg gibt, sich als Kleinspekulant so zu verhalten, dass einen das ganze Thema nicht beeinträchtigt. Steve Burns von meinem Partner-Blog newtraderu.com fasst es in seinem Tweet gut zusammen: “The best way to not be hurt by high frequency traders is to be a low frequency trader.” So einfach ist das!