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Businessplan für den Devisenhandel

Dies ist ein Gastartikel von Merlin Trau von The FX Traders – vielen Dank dafür!

Ein Businessplan gehört heute zu den Selbstverständlichkeiten bei der Gründung eines Unternehmens. Dieses Dokument beinhaltet unter anderem die ausführlich ausgearbeitete Geschäftsidee, den Bedarf an Kapital und die Ziele für die nächsten Jahre. Denn wie sagt es das Sprichwort so schön „Ohne Plan plant man den Misserfolg“.

Und wofür brauche ich einen Businessplan für den Devisenhandel???

Wer sich jetzt fragt, was um Himmels willen ein Businessplan mit dem Devisenhandel zu tun hat, der sollte an seiner Einstellung zum Traden noch ganz gewaltig arbeiten. Denn genau in diesem Punkt denken profitable Trader anders, als ihre nicht erfolgreichen Kollegen. Traden ist hartes Business und dazu gehört eine professionell ausgerichtete Herangehensweise an die Thematik. Wer hier wirklich Geld verdienen will, braucht eine Strategie.

Ein Leitfaden durch den Trading-Dschungel

Der Businessplan für den Devisenhandel definiert nicht nur Methodik, Strategie und Ziele. Er hat auch einen psychologischen Effekt, den man auf keinen Fall unterschätzen sollte. Denn der Mensch ist nun mal so gestrickt, dass es ihm leichter fällt, sich an niedergeschriebene Regeln zu halten, als an vage Vorsätze.

Ein Businessplan für den Devisenhandel ist sehr wichtig!

Der Devisenhandel stellt den Trader jeden Tag vor neue Herausforderungen. Dabei spielt auch der hohe Grad an Ablenkungen eine große Rolle. Sekündlich ändert sich der Chart, neue Infos aus der Wirtschaftswelt kommen an und dann gibt es ja auch noch die neue und ultimative Methode, von der jetzt alle reden. Bei diesem Überfluss an Informationen kommt es ganz schnell dazu, dass man sich verzettelt und die eigene Strategie komplett aus den Augen verliert. Der Businessplan für den Devisenhandel hilft gegenzusteuern und die Disziplin zu bewahren.  

Inhalte eines Businessplans für Trader:

  • Die persönliche Zielsetzung für das Trading

  • Wann werden die eigenen Trades gehandelt?

  • Festlegung des „GAU“, also des maximalen Verlustes, der Stop-Loss-Grenze

  • Definition der Gewinnmitnahme

  • Das theoretische Gerüst des Chance-Risiko-Profils für den einzelnen Trade, das vor dem Einstieg zum Einsatz kommt

Aus Fehlern kann man reich werden!

Der Businessplan für den Devisenhandel schützt nicht nur vor unüberlegten Aktionen, er dient auch der Auswertung. Denn nach dem Trade ist vor dem Trade und die Analyse der letzten Handelsaktivitäten ist die Basis für das Vorgehen in der Zukunft. Wer sich die Mühe macht und seine Trades regelmäßig analysiert, der ist davor gefeit, in der Fehlerspirale zu verharren. Dazu gehört natürlich die Einsicht, dass nicht der „böse Markt“ Schuld an den Verlusten war. Ein professioneller Trader übernimmt immer die Verantwortung für seine Fehler, lernt daraus, entwickelt sich weiter und wird so schließlich dauerhaft erfolgreich.

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Forex Trading und adidas?!

Es gibt viele Bauernregeln oder Börsenweisheiten (nicht nur zum Thema Forex Trading, sondern Forex Trading hat diesen Bauern reich gemachtan den Finanzmärkten allgemein) wie z.B. “Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen” etc.

Bauernregeln allein werden Ihnen keinen Erfolg beim Trading bringen, aber viele enthalten doch eine ganze Reihe nützlicher Tipps, die man beherzigen sollte, wenn man langfristigen Erfolg anstrebt.

Aber was zum Teufel hat Forex Trading mit adidas zu tun???

Ganz einfach! In einem coolen adidas-Werbespot habe ich kürzlich zwei Slogans gesehen, die sich prima aufs Forex Trading übertragen lassen:

“game on or game over” undall in or nothing”

“Game on or game over” bedeutet aufs Forex Trading bezogen: Das oberste Ziel muss es immer sein, im Spiel zu bleiben und das Konto nicht vor die Wand zu fahren. Ich muss also mein Kapital erhalten, da dies meine Geschäftsgrundlage ist. Deswegen ist Risikomanagement beim Forex Trading das Wichtigste überhaupt. Solange ich meine Verluste begrenze, bleibe ich im Spiel und werde früher oder später wieder Gewinne machen. Allgemein wird empfohlen, mit einem Trade zwischen 0,5 und 2 % des Kontos zu riskieren. Wenn Sie das beherzigen, bleiben Sie auf jeden Fall länger im Spiel. Nur wenn man große Verluste einstecken muss, heißt es game over, weil dann früher oder später (eher früher) kein Kapital mehr zum traden da ist.

“All in oder nothing” – diesen Spruch würde ich aufs Forex Trading bezogen einmal positiv und einmal negativ bewerten. Niemals darf man mit einem Trade all in gehen, also sein gesamtes Kapital damit riskieren, denn sonst heißt es ruckzuck game over. Ja zu “all in or nothing” – ganz oder gar nicht – sage ich in der Hinsicht, dass man nicht als lockeres Hobby nebenbei erfolgreich traden kann, sondern sich dem Thema mit viel Zeit- und Energieeinsatz widmen muss (so wie Lionel Messi beim Fußball), sonst hat man kaum eine Chance.

Viel Erfolg!

Umgang mit Verlusten

Trading ist ein hartes Geschäft. Der Schlüssel zum Erfolg liegt zum großen Teil im Umgang mit Verlusten und zwar sowohl mit realisierten Verlusten, also ausgestoppten Trades und Papierverlusten, sprich laufenden Trades, die (vorübergehend) im Minus sind.

Unglücklich ausgestoppt worden…

Im Umgang mit Verlusten liegt der Schlüseel zum Erfolg beim Forex Trading

Bei ausgestoppten Trades gibt es bei vielen Tradern die Tendenz zur selektiven Wahrnehmung. “Ich bin unglücklich ausgestoppt worden”, heißt es dann immer wieder. Sicher wird es immer mal vorkommen, dass man ausgestoppt wird und der Kurs kurze Zeit später wieder in die andere Richtung läuft. Beim größeren Teil der ausgestoppten Trades ist es aber so, dass der Stopp nicht nur gerade so eben “gefischt” wurde, sondern man im Nachhinein heilfroh sein kann, draußen zu sein und seinen Verlust begrenzt zu haben.

“Zum Geld verlieren bin ich zu geizig”

Wer sich nun in dieses “unglücklich ausgestoppt werden” reinsteigert, könnte auf die Idee kommen, ohne Stopp-Loss zu traden… Ein Bekannter von mir formulierte so schön: “Ich trade ohne Stopps, denn zum Geld verlieren bin ich zu geizig.” Wenige Monate später war sein Konto platt. So ergeht es früher oder später jedem, der ohne Stopps tradet und nicht bereit ist, den Umgang mit Verlusten zu erlernen.

“Stopps haben mich bislang nur Geld gekostet” ist ein weiterer Satz, der oft zu hören ist. Wer so etwas sagt, hat den Zweck von Stopps nicht begriffen. Ein Stopp-Loss dient dazu, den Verlust, das maximale Risiko, dass ich als Trader bereit bin, einzugehen, zu begrenzen. Ein Stopp kann mich nicht grundsätzlich vor Verlusten schützen.

Im Umgang mit Verlusten liegt der Schlüssel zum Erfolg

Mein Verlustrisiko in x % vom Konto = 1R lege ich fest, bevor ich einen Trade eröffne. Werde ich ausgestoppt, habe ich im schlimmsten Fall 1R verloren. Unter welchen “Umständen” ich ausgestoppt worden bin, ist im Nachhinein egal.

Falls Ihnen das Konzept von R und R-Vielfachen nicht geläufig ist, schauen Sie sich unbedingt dieses (englischsprachige) Video von Van Tharp an!

So gut wie jeder Trade, den ich eingehe, ist zumindest für eine gewisse Zeit im Minus. Zunächst mal starte ich ja immer mit einem kleinen Verlust durch den Spread. Dass der Kurs sofort wie an der Schnur gezogen in meine Richtung läuft, ist die Ausnahme. Viele Trader haben den Drang, den Stopp so schnell wie möglich auf breakeven nachzuziehen, was emotional absolut verständlich ist. Mir ging es lange Zeit auch so, bis ich festgestellt habe, dass ich mir langfristig keinen Gefallen damit tue.

Stopps nicht vorschnell auf breakeven nachziehen

Bei Bilderbuch-Trades, die schnell und stabil ins Plus laufen, kann ich mir mit dem Stopp nachziehen sowieso Zeit lassen, bei den anderen Trades wird es in einigen Fällen so sein, dass ich breakeven ausgestoppt werde und in der Rückschau feststelle, dass aus dem Trade ein – vielleicht sogar großer – Gewinner geworden wäre, wenn ich länger im Risiko geblieben wäre. Nicht nur der Umgang mit Verlusten will also gelernt sein, sondern auch, es auszuhalten, eine gewisse Zeit mit einem Trade im Risiko zu bleiben.

Ergo: Mein Risiko habe ich durch den Initial-Stopp bereits auf 1R begrenzt, wenn der Trade eröffnet wird. Da mein Gewinn-Potenzial grundsätzlich ein Mehrfaches von R beträgt, macht es keinen Sinn, den Stopp vorschnell nachzuziehen, da ich mich dadurch langfristig um viele Gewinn-Trades bringe.

Eine einfache Lösung, um den Umgang mit Verlusten zu trainieren: Stellen Sie für sich ein klares Regelwerk auf, wann und wohin Sie Ihre Stopps nachziehen und halten Sie sich immer und ohne Ausnahme daran – so einfach ist das!